Der Inhalt

Die „Oberriederi“ hängt an steilen Felswänden. Sie ist die Suone, welche das Wasser vom Aletschgletscher rund um das Riederhorn zu Menschen, Tieren, Wiesen und Äckern nach Oberried bringt. Schlägt der Wasserhammer, fliesst Wasser, das Leben, „heiliges Wasser“. Verstummt er, weil Lawinen und Steinschlag Kännel zerstört haben, entstehen bange Fragen: Wie lange? Wer geht? Und wenn der Tod mitgeht, wen zieht er mit in den Abgrund der Massaschlucht? 

Jenno ist geschickt und mutig und hat das Wasser schon oftmals zurückgeführt. Deshalb wird er geachtet. Auch von Anna. Es entsteht eine innige Liebesbeziehung, welche jedoch auf die Probe gestellt wird. Soziale, gesellschaftliche und religiöse Bilder werden in den Szenen verwoben mit Urthemen menschlicher Existenz: Liebe, Eifersucht, Neid, Tod, Macht, Intrigen. So ist Josi aus Greich getrieben von Eifersucht, und der Kriegsbrunnen trägt seinen Namen wegen des Streites der Nachbardörfer.

Freud und Leid stehen nahe beieinander: Feste werden gefeiert, Lieder gesungen. Daneben warten Sorgen und Tod, von den Menschen verursacht oder von der Natur erzwungen. Der Wunsch nach Freiheit und Veränderung stecken in engen Grenzen: Zu dieser Zeit ist der Bischof auch Fürst. Der von ihm eingesetzte Meier von Mörel herrscht über das Meiertum, zu dem auch die Orte Ried-Mörel, Oberried, Greich und die Alpe Terpetsch, die heutige Riederalp, gehören. Er stellt die Eigeninteressen vor das Wohl der Bevölkerung, unterdrückt diese mit Repression und harten Strafen.

Wie sich die Geschichten und die menschlichen Schicksale rund um die „Oberriederi“ entwickeln, zeigt und öffnet sich – dem Panorama der Aletsch Arena gleich – im Juli und August 2018 in spannenden und ergreifenden Szenen voller Leidenschaft und Kraft.

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